helen von burg

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© 2019 helen von burg

2016 | ausstellung kultur- und kongresszentrum la poste, ch-visp

walliser bote, 24. oktober 2016

lothar berchthold, foto: lothar berchthold

 

helen von burg zeigt auf einladung von kunstform oberwallis im visper la poste eine auswahl iherer gemälde

 

plötzlich beginnen linien zu tanzen

 

linie neben linie, farbe neben farbe – ganz viel ruhe verbreiten die gemälde von helen  von burg. zumindest auf den ersten und schnellen blick.

 

lässt der betrachter seine augen jedoch über längere zeit im bild herumwandern, kann es passieren: die farbigen linien beginnen plötzlich zu tanzen, stille und bewegung geraten auf der leinwand in ein zwiegespräch. „ruhe und dynamik stehen im widerspruch zueinander. wie so vieles im leben“, sagt die künstlerin helen von burg und fährt fort: „diese widersprüchlichkeit muss man aushalten können.“

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hierarchien im bilde gibt es nicht

vertikale oder horizontale strich- und streifenkombinationen sind es, welche die bildflächen beleben. Im mittelpunkt steht stets die farbe, doch irgendein dominantes element ist in all den gemälden nicht auszumachen. „alles ist gleichberechtigt. das ganze kennt keine hierarchie“, erklärt helen von burg. was heisst, dass es im bilde auch weder ein oben noch unten gibt, dass der betrachter von rechts oder links ins bild „einsteigen“ kann. und diese werke kennen damit auch weder anfang noch ende.

„nichts suchen - einfach hinschauen und mitschwingen“, so beschreibt die künstlerin, auf welche art sich diesen gemälden begegnen lässt. „das ganze darf nicht über den kopf gehen“, rät die künstlerin.

das erlebte nochmals erleben und teilen

was ihr farbe bedeutet? „farbe hat mit kraft zu tun, ist etwas geistiges. begegnest du farben, passiert immer etwas -  bewusst oder unbewusst“, antwortet helen von burg. „farbe ist vergleichbar mit einem geistigen ton, in welchem gleichzeitig alle töne enthalten sind“, bringt sie ihre ansicht auf den punkt.

warum sie malt, was sie mit ihren bildern will? „ich will darstellen, was ich empfinde, ich verarbeite damit mein dasein auf dieser welt“, antwortet sie und fährt fort: „mit den gemälden will ich das erlebte nochmals erleben und dies mit menschen teilen“.

 

immer und immer wieder beginnend

„ich schaffe keine welt von formen und illusionen, sondern von kräften“, schreibt helen von burg im katalog,  den das kunstforum oberwallis zu dieser visper ausstellung herausgibt. In ihrem schaffen geht es stets darum, widersprüchlichkeiten zusammenzubringen: ruhe und bewegung: veränderungen und konstanten, vergangenheit und zukunft.

„es geht um eine unerklärliche wirklichkeit, eine dynamische kraft, ein grosses schweigen, einen zeitlosen strom von bewegung, der sich meldet, wenn man sich nach innen richtet“, schreibt die künstlerin und hält fest: „meine bilder  sind wieder und wieder beginnend und in diesem sinne nie vollendet“.

pressetext walliser bote (download pdf,1.4 mb)

 

 

2013 | ausstellung galerie rössli, ch-balsthal

solothurner zeitung, 3.5.13

eva buhrfeind, foto: eva buhrfeind

 

helen von burg zeigt in der galerie rössli ihre streifenbilder, in denen sie mit viel freiheit gesetzmässigkeiten nachgeht.


farben, die auf farben treffen, als dialog und kontrast zugleich unregelmässig breiter farbstreifen und farbintervalle, sprengen trotz der geometrischen grundschemen feste ordnungen. oder besser gesagt, sie suchen sich ihre eigene ordnung, ihren speziellen rhythmus, ihre eigenen regeln. sind es streifengemälde, klar konzeptuell aufgebaut. oder sind es sinnliche, intuitive farbkompositionen, die alle empfindungen ansprechen und irritieren? ja, irgendwo dazwischen spielen helen von burgs «streifenbilder» in ihrer taktilen materialität mit der unregelmässigkeit der regelmässigkeit, mit der freiheit der gesetzmässigkeit.

 

untergründige schwingungen
die farbe wird zur variationsreichen anordnung gesetzt, die in diesen systemen aus überlagernden streifen und leuchtender farbigkeit dezente untergründige schwingungen aufnimmt und sich zu melodischen bewegungen fortsetzt, dabei gleichzeitig in sich ruht.
das gerüst scheint einfach und erfordert doch hohe konzentration. so bedruckt die 1959 in fribourg geborene künstlerin, die in basel lebt und arbeitet, einmal die leinwand mit einem digitalen druckverfahren, aufwändig komponiert und mit unregelmässigen breiten farbstreifen und in unterschiedlichen intervallen.

auf diese farbintensive «transformation» malt helen von burg nun mit acrylfarbe breitere kompakte farbbahnen, die jedoch nicht die bildfläche durchziehen. manche sind auch zu einer vertikalen linie versetzt, die mit den darunter liegenden farbstreifen entweder eine symbiose eingehen, mit markanten kontrasten ungeahnte tiefen andeuten oder neue stoffliche strukturen illusionieren.

 

wie ein flimmern und flirren
in der serie «konsonanz» bilden bedruckte, mehrheitlich quer gestreifte textilien den untergrund, auf die helen von burg mit acrylfarbstreifen eingreift, eigene in sich freie ordnungen schafft, sodass die farben des untergrundes mit den aufgetragenen farbstreifen wandelbare rhythmische beziehungen eingehen und die scheinbaren geometrien in dezenter bewegung bleiben, einem dezenten flimmern und flirren gleich. was ist oben, was darunter, welche farbe ist gedruckt, welche gemalt, was ist der anfang, was ziel, wo beginnt die schwingung, wo wirkt die statik? ein beliebtes spiel mit der wahrnehmung wie mit der illusion durch die webartigen gerstüste. stets ist die farbe wichtig in ihrer materialität, gegenseitiger wirkung. die form ist träger, ist begrenzung, um diese rhythmen und farbklänge in einklang zu bringen.
in der serie «verbindung» im mittleren raum konzentriert sich helen von burg, die sich nach dem besuch der schule für gestaltung basel noch zur theatermalerin ausbilden liess und die kunstakademie brera in mailand besuchte, ganz auf die malerei, ohne das konzept sich überlagernder farbstreifen zu verlassen. horizontale farbbahnen verweben sich zu stofflichen tiefenwirkungen – und bleiben doch letzlich farbe in wechselreicher beziehung zueinander.

 

pressetext solothurner zeitung (download pdf,1.7 mb)

 

 

 

 

oltner tagblatt, 2.5.2013
gabriele bono, foto: remo fröhlicher

 

farbe als energieträger und vitale kraft
die bilder, die helen von burg mit acryl auf leinwand, bedruckten stoff oder pigmentdruck malt, könnten mit ihren «streifenmustern» fast von einem konkreten stammen. doch der strenge und dogmatische begriff der konkreten kunst ist hier fehl am platz. denn die linien- und flächenordnungen folgen keinem strengen regelsystem, sondern einem sensiblen optischen proportionsgefühl. sie basieren auf einer individuell-intuitiv entworfenen sinnlichen geometrie, in deren zentrum das phänomen farbe steht.

 

In einer künstlerischen grundhaltung von formaler reduktion und klarheit schafft helen von burg «farbräume»
die künstlerin erforscht farbe als energieträger, als agierende und reagierende vitale kraft. sie tut es markant und radikal: ausschliesslich in der reihung und rhythmik von streifen. es sind kompositionen, die nicht grafisch, sondern koloristisch aufgefasst sind. augenbetörend intensiv ist die interaktion der kontrastreich gesetzten, intensiv leuchtenden farben. in einer künstlerischen grundhaltung von formaler reduktion und klarheit schafft helen von burg damit «farbräume». die ausstellung unter gleichem titel zeigt eine auswahl aus drei serien, die in der vergangenen drei jahren entstanden sind.

 

bewusst eingesetzte irritationen
in der mehrzal ihrer bilder sind die streifen waagrecht angeordnet. das ist eine formale konzeption, die gemeinhin kontemplative stille und konzentration ausstrahlt. doch hier zwingen bewusst gesetzte irritationen und unregelmässigkeiten den betrachter dazu, den blick immer wieder neu zu justieren. kaum meint er, die ordnende regel erfasst zu haben, verändert sie sich. manchmal ist es eine senkrechte teilung, die rhythmik und verlauf von linien und farbreihen unterbricht, sie eigenwillig weiterführt mit kleinen, überraschend eingefügten formalen und farblichen verklammerungen – wie es arbeiten aus der serie «transformation» zeigen.
manchmal verstören eine vermeintlich optische verschiebung von vorder- zu hintergrund und vice versa die wahrnehmung. sie verunklart die lage der farbstreifen im bildraum, lässt sie gleichsam abwechselnd vor- und zurücktreten den blick permanent von vorn nach hinten gleiten – so wie auch in den grossformatigen bildern der serie «verbindung».

 

wechselspiel von oberfläche und tiefe
seherfahrungen im alltag inspirieren die künstlerin. markiesenstoffe werden zu bildträgern. aber die arbeit am bild als eigener schöpferischer vorgang macht die frage nach dem ursprünglichen verwendungszweck des materials weitgehend hinfällig. fast ununterscheidbar verbindet sich gewebtes und gemaltes zu einem neuen ganzen. durch leichtes verziehen beim aufspannen des stoffes, sei es provoziert oder zufällig, wird der industriell gefertigte gerade fadenlauf gestört, wird leicht gekrümmt und verbogen. die gemalten streifen übernehmen quasi im rollentausch den part nahezu perfekter gradlinigkeit. doch in allen werken spielt – so auch hier – die farbe die hauptrolle. von jeder gegenständlichkeit befreit, ist sie ganz auf sich konzentriert. «konsonanz» nennt die künstlerin eine serie von collagierten werken auf monotypien und mit acryl auf bedrucktem stoff. in der musik steht der begriff für einen harmonischen zusammenklang. doch er wird hier, wie in anderen bildern, mit kontrapunktischen setzungen aufgebrochen und in vibrierende spannung versetzt. in immer neuen variationen orchestriert die künstlerin die farbklänge ihrer «farbräume», intensiviert sie mit ausgeprägten hell-dunkel-kontrasten, besondes schön in den jüngsten werken aus der serie «transformation», wo sich die streifen von pigmentdruck und farbe zu einem flirrenden wechselspiel von oberfläche und tiefe verbinden.

 

pressetext oltner tagblatt (download pdf, 840 kb)

 

 

 

 

anzeiger thal gäu olten, 25.4.2013
thomas knapp, foto: z.v.

 

sie pflegt die kunst, zu reduzieren

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die farbe steht im mittelpunkt

«farbräume» ist treffend für den ausstellungsnamen. die farbigen bilder versprühen eine intensität, nehmen den raum für sich ein. «ich schaffe keine welt von formen, sondern von kräften. die farbe steht dabei stets im mittelpunkt, sie erzeugt eine anspruchsvolle vitalität, eine direkte visuelle wirkung auf das räumliche umfeld», erläutert helen von burg. sie öffnet oder begrenzt mit ihren bildern den raum. das malen bezeichnet sie als abenteuer, auf das sie sich immer wieder gern einlässt. «der schaffensprozess ist eine intensive auseinandersetzung mit dem bild.» sie bezeichnet es als eine art kommunikation mit ihren werken. helen von burg übermalt bedruckte farbige stoffe oder vorlagen, die sie zuvor am computer entworfen hat. sie verfeinert oder entwickelt mit ihrer technik eine grundlage zum bild weiter. «kunst fasziniert, wenn sie von kraft und intuition erfüllt ist», sagt sie. am anfang ihres werkes steht die künstlerische entscheidung zu reduzieren und zu verzichten und dabei nur sehr begrenzte mittel – farbe und streifen – zu verwenden.

«ein kunstwerk lässt sich nie vollständig aufschlüsseln und gibt sein letztes geheimnis nie preis»

 

pressetext anzeiger thal gäu olten (download pdf, 1.1 mb)

 

 

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2010 | abweichung zu grunde der ordnung, zvi szir

 

den streifengemälden von helen von burg liegt eine reihe von klaren entscheidungen zu grunde. eine malerei, die sich an hand von zwei parametern entwickelt: entscheidungen (format, grösse, malgrund, streifenrichtung, usw.) und wache, tastende empfindung oder wahrnehmung (genaue farben und töne, welche keine begründung brauchen und keinem klaren schema folgen können, geformte farbbeziehungen, intervalle, rhythmen). diesen zwei tonangebenden parametern schliesst sich ein ungeplantes element an, welches man zufall, unfall (handwerk oder geschicklichkeit) oder das verlassen des plans, bezeichnen kann; wir können es einfach spontanität nennen (wenn diese als «genauigkeit in lichtgeschwindigkeit» gedacht sein darf).
somit haben wir das hauptspannungsfeld, ein spiel zwischen konzept (klarer plan) und wahrnehmung (augenmass), in das sich eine «wilde karte» einmischt, eine mit einer ständig wechselnden rolle, die das spiel über die regeln hinaustreibt. die strenge des reduktionistischen, minimalen, wird von einem dritten überlistet, so dass es zu dem wird, was den bildern zu grunde liegt.

ja, der grund. unter der sichtbaren bildfläche – immer wieder sehr sichtbar, aber von dem gemalten fast nicht unterscheidbar – liegt etwas anderes. manchmal ein früheres gemälde, meistens, in der serie «rhythmus» fast ausschliesslich, textilien – vorgedruckter industrieller stoff, gestreift, der als farbe mitwirkt, wie gemaltes aussieht, und einen grundrhythmus des werks in sich birgt.
ein stoff, auf dem farben schon gedruckt sind, aber nicht mit kunst-sinn, sondern um zu kleidern, vorhängen, möbelbezügen und anderem verarbeitet zu werden. dem rein malerischen, abstrakten, den puristischen streifen, liegen andere streifen, nützliche readymade-streifen, zu grunde. diese werden mitgenommen, spielen mit, erscheinen als rhythmus, als wiederholung, als ausgangspunkt welcher farbigkeit, breite, richtung und form der streifen inspiriert. es liegt eine vorgegebene alltäglichkeit wie eine verlassene erinnerung in diesen werken, was eine «hauptrolle» in der formulierung des werkes spielt: es ist die primäre abweichung.

dem ganz auf sich gestellten gestaltungswillen des gegenstandslosen gemäldes kommt eine äussere, eine fremde farbigkeit entgegen, welche in die materie so imprägniert ist, dass sie als stofflicher grund des gemäldes dient. dieser stoffliche aspekt der farbigen textilien kommt da zum vorschein, wo krümmungen und abweichungen der streifen, welche durch das spannen auf den bildrahmen gewollt entstehen, sichtbar sind. als freche wellen tauchen die gekrümmten geraden hinter den strengen streifen auf – ein zufall, der mit dem plan flirtet.

die abweichung der readymade-streifen ist nur eine der abweichungen, die man bei den gemalten streifen entdecken kann. wo die strenge des designs auf das handwerk der malerin trifft, wo eine dosierte anstrengung «genau auf die linie aufzupassen» unternommen wird, beginnt das werk, über das optische hinaus, zwischen mechanischem und malerischen zu vibrieren.

farben, die auf farben treffen, überspringen das korsett der ordnung, um eine qualitative sinnliche erfahrung zu ermöglichen. das genau gemessene gerüst des bildes, die klarheit und die gleichmässigkeit stellen sich in den dienst des rhythmischen, des klingenden, des farbtanzes. wie in einem höfischen, geometrischen tanz dient die form der verpackung einer intensität, die sich nur stauen und steigern kann, wenn das gefäss fest genug ist. der streifenüberbau dient als verpackendes «geschenkpapier», um eine geballte optisch-seelisch energie entgegen zu bringen, ein geschenk das innerhalb seiner verpackung beunruhigend vibriert.

abweichung zu grunde der ordnung (download pdf, 60 kb)

 

la déformation à la base de l'ordre (download pdf 60 kb)

2010 | ausstellung c/o karl&faber, ch-basel

einladungskarte (download pdf)

2009 | ausstellung galerie ursula huber, ch-basel

einführung, zvi szir (download pdf)

​einladungskarte (download pdf)

 

2005 | ausstellung galerie ursula huber, ch-basel​


basler zeitung, 22.12.2005
hannes nüsseler, foto: martina schmid​

farbspektren
abwechslungsreich und stimmig – die galerie ursula huber zeigt mit der ausstellung
«remarks on colour» vier spektralanalysen zum winter. liebend gern in einer jahreszeit, die zum kolorit bekanntlich wenig zu sagen hat. in der galerie huber, die erst diesen herbst von olten nach basel gezogen ist, stellen drei künstlerinnen und ein künstler aus, die sich der reduktion aufs wesentliche verschrieben haben. ...
das ausrufezeichen zu «remarks on colour» liefert helen von burg mit schillernden kleinformaten, die mit ihrer dichten hängung, den übermalten stoffdrucken und den daraus entstehenden streifenmustern ungestüme, sich überlagernde rhythmen bilden: nach so viel farbe kann der winter ruhig kommen! ...

 

 

 

 

2005 | ausstellung forum flüh, ch-flüh


basellandschaftliche zeitung, april 2005
annemarie maag

forum flüh
helen von burg stellt an der talstrasse 42a in flüh werke mit den titeln «klang» und «interferenz» aus. die künstlerin sagt zu ihrer grossen serie von klangbildern, in welcher farbstreifen vertikal nebeneinander gesetzt sind, das eigenleben der farbe befreie diese vom anspruch, etwas anderes darzustellen zu müssen als sich selbst. ... wenn man hört, dass die künstlerin auch eine ausbildung als theatermalerin absolviert hat und für architekten farbkonzepte erstellt, erstaunt es nicht, dass vor allem auch die grossen bilder beeindrucken, in deren farben und farbklänge man beinahe physisch eintauchen kann. bei den mit «interferenz» betitelten horizontal gestreiften bildern – meist in acryl, es gibt jedoch auch sensible collagen – werden von burg die rhythmischen intervalle, die zwischenräume, der hintergrund mit binnenformen wichtig. sie erläutert: «untermalungen zeigen sich durch unregelmässige strukturen, verweisen auf eine zweite, dahinterliegende realität. wie ein blick in die vergangenheit des malprozesses...»

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2003 | ausstellung kpd liestal, ch-liestal


volksstimme sissach
donnerstag, 24. oktober 2003

kunst in der psychiatrie
...helen von burg, die farben ins zentrum ihrer malerei stellt und diese in immer wieder verschiedenen vertikalen und horizontalen  strich- und streifenkombinationen zusammenführt...

interne zeitung, oktober 2003
mario frank
... helen von burgs werke regen an, die farbschichten mit dem auge zu ergründen und sich zu fragen, welche farbe wohl nun als erste aufgetragen wurde. den verlauf der farben über den rand hinaus zu begleiten und das mögliche ende zu finden, ohne sich darin zu verlieren, beansprucht und verführt das auge des betrachters....

1999 | ausstellung galerie ost-west, ch-riehen

basler zeitung, januar, 1999
japueline falk

in helen von burgs ungegenstänlichen öl- und acrylbildern stehen sich warme und kalte farben, flächen und tiefe, figur und hintergrund gleichwertig gegenüber. ein «harmonischer konflikt» liege ihren bildern zugrunde, der zwischen den grundelementen der malerei auf der leinwand ausgefochten werde. die folge dieser bildauffassung ist eine irritation der eigenen farbwahrnehmung, da es nicht möglich ist, die mit schwungvollen, kreisenden bewegungen aufgetragenen farben getrennt zu erfassen. durch das zusammenspiel kontrastierender farbwerte ergeben sich kraftfelder von wechselnder intensität...


1999 | ausstellung galerie katakombe, ch-basel

​basler zeitung, januar 1999
thadeus pfeifer
helen von burg: «zwischen allem»
eine vielseitige malerin, die sich immer mit mustern und mit ausstattung auseinandergesetzt hat (wandmalerei in der camparibar im restaurant kunsthalle). die baslerin ist in der galerie mit neuen bildern vertreten. ...
1998 | ausstellung projektraum m54, ch-basel

​​helen von burg zeigt ihre neuesten bilder («kraftfelder“,1996 – 98). durch den auftrag meist sehr leuchtender farben in kreisenden bewegungen, über- und nebeneinander, entsteht eine optische mischung der farbtöne. die bilder beginnen zu pulsieren und gewinnen einen objekthaften charakter. sie bestehen aus einheit von farbe und fläche, aus raum, licht und bewegung. das sehen der bilder wird zum energetischen prozess.
1998 | ausstellung projektraum m54, ch-basel

​​basler zeitung, juli 1998
jaqueline faller
...«kraftfelder» nennt helen von burg ihre neuesten bilder. Jedes dieser acryl- und ölbilder besitzt eine eigene energetische qualität: in kreisenden bewegungen aufgetragene gelbe und orange farbmaterie drückt wärme und dynamik aus - weisse bis hellblaue farbflächen wirken hingegen ruhig und kühl...


1992 | ausstellung galerie werkstatt, ch-reinach


​​basellandschaftliche zeitung, juli 1992
Kultur in Reinach, Arbeitsgruppe Bildende Kunst

... helen von burg arbeitet seit 1986 als freischaffende künstlerin und designerin hauptsächlich in milano und basel. sie setzt sich auseinander mit der von der Farbe erzeugten stimmung im raum, mit der beziehung zwischen bild und wand, mit der relation zwischen bild und bild (diptichon, triptichon), mit der gesetzmässigkeit der spannungsrythmus zwischen harten gegensätzen und weichen übergängen. «In meiner arbeit suche ich die konfrontation, gleichzeitigkeit von oberfläche und tiefe. das konzentrierte betrachten, das bewusste akzeptieren von relativität fordert mich heraus, zieht mich an. diese anziehung lebe ich durch die malerei. ....». mit diesen worten umschreibt helen von burg ihr vielseitiges, von grossem farbverständnis geprägtes schaffen.


1989 | ausstellung galleria triagon, i-milano

​​arstudio, april, 1989
pedro fiori
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... bisogna ora relevare che helen von burg è un`artista dotata di un intuitivo senso del colore che, dall`inizio, ha sviluppato nella sua pittura come un vitale simbolo. basta guardare i dipinti anteriori all`ultimo e recente «ciclo segnico». se leggiamo il suo alfabeto iconografico, vediamo che, dalle vibrazioni della superficie cromatica, emergono alcune embrionalità di forme, alcuni asimmetrici segni di un misterioso «fantasmo amorfo». Identità di un «essere» che ha lasciato le sue tracce e la cui esistenza è stata riportata in vita dai flussi dei ricordi e dal mondo delle sensazioni di helen von burg. ... le progressive strutturazioni dell`immagine in segni-pennellate verticali, obliqui, spezzati, giustapposti e sovrapposti di una trama tattile (olio), si snodano come un affascinante «racconto simbolico» che inventa il suo spazio, la sua realtà autre e i suoi significati emotivi. ... è dunque un`articolazione «apperta» che esplora le diverse possibilità dell`espressione attraverso differenti prospettive del contesto. giovane, ma già in possesso di una sua maturità, helen von burg va situata fra gli artisti più significativi della sua generazione.